Der Weg zur eigenen Website — Teil 1: Recherche

Mit einer Folge von Artikeln möchte ich beim Entstehungsprozess einer Website Hilfestellung geben. Oft haben Kunden, wenn sie zu mir kommen, keine konkrete Vorstellung wie ihre Website aussehen soll und was sie beinhalten sollte. Diese Artikelserie richtet sich nicht an Web-Designer/-Entwickler sondern an potenzielle Kunden, die sich informieren wollen, was sie alles beachten müssen, um zu einer guten Website zu kommen.

Ein guter Anfang ist sicher, wenn man sich Websites der gleichen Branche anschaut und sich dabei eine Liste mit Punkten erstellt, die einem gefallen und solchen, die man nicht gut findet. Hierbei bekommt man auch ein Gefühl dafür, welche Informationen im allgemeinen veröffentlicht werden.
Mit jeder Branche werden in unseren Kulturkreisen bestimmte Stilrichtungen, Formen, Farben und Schriften assoziiert. Eine Steuerberater wird sich z.B. anders im Web darstellen wollen als eine Heavymetal-Gruppe. Das bedeutet aber nicht, dass man sich in ein enges Korsett stecken lassen muss, nur um die landläufigen Erwartungen zu erfüllen. Es gilt ein Design zu erstellen, mit dem man sich perfekt identifizieren kann, das zur Branche passt und doch möglichst eigenständig ist.

Website Steuerberater vs. Heavy Metal
Vergleich Website Steuerberater vs. Heavy Metal

Bei der Recherche entwickelt man ein Gefühl, welche Informationen und in welchem Umfang auf einer Website sinnvoll dargestellt werden können. Nun sollte man sich Gedanken machen, welche Informationen man auf der eigenen Website darstellen möchte und diese Informationen möglichst übersichtlich strukturieren.

Informationen strukturieren und zu Papier bringen
Informationen strukturieren und zu Papier bringen

Abhängig vom Umfang der darzustellenden Informationen und der Häufigkeit, mit der Informationen geändert und ergänzt werden sollen, muss entschieden werden, ob man eine statische Website oder ein sogenanntes „Content Management System“ einsetzen möchte.
Eine statische Website liegt in ihrer fertigen Form auf dem Webserver des Providers und stellt weniger Ansprüche an den Webserver. Änderungen können nicht so schnell realisiert werden und können meist nur von der Webagentur vorgenommen werden.
Beim Content Management System werden die Informationen der Website in einer Datenbank auf dem Webserver abgelegt und beim Abruf einer Seite dynamisch mit dem Layout zu einer HTML-Seite zusammengefügt und an den Browser des Besuchers ausgeliefert. Die Daten werden in einem sogenannten Backend verwaltet und hier kann der Besitzer der Website auch problemlos selbst Hand anlegen. Dadurch können Änderungen und Erweiterungen sehr schnell durchgeführt werden.

Siehe hierzu auch: Statische oder dynamische Website?

Statische Website vs. Content Management System
Statische Website vs. Content Management System

weiter geht es mit der Struktur und der Navigation

Alle Teile dieser Serie:

Teil 1 – Recherche
Teil 2 – Struktur und Navigation
Teil 3 – Wireframes
Teil 4 – Die Farben
Teil 5 – Die Schriften